Im Breccaschlund

An einem bewölkten Samstag machen wir uns auf Richtung Schwarzsee. Für den Abend ist sogar etwas Regen angesagt. Mit der Luftseilbahn auf die Riggisalp, dann auf breitem Wanderweg nach „Untere Euschels“. Kurz nach der Riggisalp ein grosses Feld mit Schlangenknöterichen, einer Pflanze, die roten Zahnbürstchen ähnelt.

 

Feld mit Schlangenknöterichen
Feld mit Schlangenknöterichen

Auf dem Weg von „Untere Euschels“ nach Stierenberg treffen wir auf eine Ziegenherde mit zwanzig Tieren, die sich im ganzen Gelände frei bewegen können. Dieses Gebiet zwischen „Untere Euschels“ und Stierenberg ist meiner Meinung nach für Fotografen das Schönste, von dort stammt auch das Titelbild. Leider führt hier eine Starkstromleitung durch, nicht wirklich idyllisch für ein mit „Urlandschaft“ beworbenes Gebiet. Bis Rippetli sind die Wanderwege gelb markiert und dann teilt sich der Weg: wir nehmen den weiss-rot-weiss markierten Bergweg Richtung Türmli bis zum Punkt 1549 und gehen dann Richtung Cerniets hinunter auf den gelben Wanderweg, d.h. auf eine nicht asphaltierte Zufahrtstrasse zu Cerniets.

 

Ziegenherde
Ziegenherde

 

Baum im Breccaschlund
Baum im Breccaschlund

 

Schwarzsee
Schwarzsee

 

Hier sind wir im eigentlichen Breccaschlund. Für einen Samstag-Nachmittag ist es auffallend ruhig: fast keine Wanderer und kein Maschinenlärm. Im ganzen Gebiet stehen viele schöne Ahornbäume. Glücklicherweise bessert sich das Wetter, statt dem angekündigten Regen scheint jetzt die Sonne. Auf der „Unteri Rippa“ gönnen wir uns eine Kaffepause bevor es steil durch einen interessanten und urtümlichen Wald (hier stimmt die Werbung) nach unten zum Schwarzsee geht. Auf dem „Hubel Rippa“ kaufen wir frischen Alp-Ziegenkäse, meine Frau ist begeistert. Dem Schwarzsee entlang lassen wir es gemütlich ausklingen und treffen am Abend in Gypsera jede Menge Touristen und Badende im See.

 

Ausblick auf die Kaiseregg
Ausblick auf die Kaiseregg

 

Fazit: Eine empfehlenswerte, ruhige und schöne Wanderung in einem wenig bekannten Gebiet. Wenn man die vielen weidenden Kühe und Ziegen, die Zufahrtstrassen, Alpbetriebe und auf der anderen Seite von Stierenberg die freihängende Starkstromleitung berücksichtigt, scheint mit das Prädikat „Urlandschaft“ allerdings übertrieben.

 

 

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